COTTBUS

da sich dieser blog ja langsam in indymedia verwandelt (indymedia rechtsoben quasi) hier noch ein wichtiger hinweis:

Liebe FreundInnen und Interessierte,

wir leiten den Hinweis auf eine Demonstration von Geflüchteten am
Samstag, 3. Februar 2018 um 11 Uhr in Cottbus weiter, die wir
ausdrücklich unterstützen.

Unter dem Motto „Leben ohne Hass – Gemeinsam gegen die Angst“ wird es
am
kommenden Samstag eine Demonstration geben, die vom Altmarkt aus durch
die Innenstadt führt. Diese Demonstration ist von in Cottbus lebenden
Geflüchteten initiiert, die sich nach der rassistischen Kampagne von
Zukunft Heimat nicht mehr ohne Angst durch die Stadt bewegen können und
durch die Instrumentalisierung der Vorfälle der letzten Wochen in
Cottbus unter Kollektivverdacht gestellt werden.

Wir bitten ebenfalls um breite Weiterleitung und Bekanntmachung der
Aktion sowie um Unterstützung der Geflüchteten in ihren Anliegen nach
den Vorfällen der letzten Wochen, aber auch Monate und Jahre in
Cottbus.

Im Anhang außerdem zK der Offene Brief der Gruppe „Geflüchteten
Netzwerk
Cottbus“ an den Oberbürgermeister der Stadt zu den Ereignissen der
letzten Wochen und den Umgang damit.

Offener Brief

Von Geflüchteten an dem Herrn Oberbürgermeister
Wir bedauern sehr, was an den letzten Tagen in unserer Stadt passiert ist, und entschuldigen keinen, der mit sich ein Messer trägt und durch die Stadt rumläuft.
Aber aus unserer Sicht ist es unglaublich, dass die Verwaltung von der Stadt die angespitzte Situation eskalieren gelassen hat, um die Zusage für die seit einem Jahr gewünschte Zuzugsperre zu bekommen. Im Gegensatz sollte die Stadt die Stimmung beruhigen und sich auf Lösung der existierenden Probleme, die bereits da sind, konzentrieren. Wie z.B. mangelnde Schul- und KITA-plätze, die schlimme Behandlung im Krankenhaus, keine ausreichenden Wohnungen, Rassismus im Alltag, in den Schulen, Behörden, Wohnungsvergabe etc.
Wir sind alle Menschen und es gibt in jeder Gesellschaft Kriminelle sogar in der deutschen. Es ist nicht akzeptabel, dass bei jedem Vorfall alle Vorurteile gegen die gesamten Flüchtlinge wieder hervorgehoben werden.
Wir sind der Meinung, dass eine bestimmte lokale Zeitung einher mit rechtextremen Facebookseiten zur Anspannung der Atmosphäre beigetragen hat, indem sie jeden Tag versucht, die einzelnen Vorfälle gegen alle Flüchtlinge in der Stadt zu betreiben und ein eine bestimmte Menschengruppe um die Ecke zu schieben. Aufgrund der mehreren Artikeln haben sich Deutsche mit Flüchtlingen auf den Straßen verbal auseinandergesetzt. Wie der folgende Fall:
Ahmad (23): in dem Fall wurde Ahmad von einem Passanten gefragt „bist du Syrer?“ und als Ahmad mit „ja“ geantwortet hat, sagte ihm der Passant „Warum tragt ihr alle Messer mit euch!“.
Samir (9): der kleine Schüler wurde von einem anderem gefragt „Warum kehrst du in deine Heimat nicht zurück!!?“
Und viele ähnliche Vorfälle sind die deutlichen Ergebnisse von der neuen Rolle, die solche Zeitungen übergenommen haben.
Andererseits haben die Rechtextremisten davon profitiert und wollten einen Politischen Gewinn erzielen, indem sie eine erstaunliche große Demo organisiert haben. Auf dieser Demo hat die Feuerwehr die Demonstranten mit Lautsprechern erstaunlich unterstützt und das zeigt uns wiederum die Ungeheuerlichkeit der Situation, in der wir leben.
Wir lehnen total ab, dass die Straßen von der Stadt zu Kampfarenen werden, und jeden Tag sich eine andere Auseinandersetzung wegen der schlimme Stimmung ereignet.

Autoren*innen: unbekannte Geflüchteten mit lahmem Deutsch!


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